(art). Umfangreiche Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden, der Kommandanten und des Jugendwarts prägten die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Mit 73 Einsätzen hatte die Wehr im vergangenen Jahr wieder eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Die Einsätze in technischer Hilfeleistung zählten dabei zu den Schwerpunkten, wobei besonders die eiligen Türöffnungen überdurchschnittlich zugenommen haben. „Es ist beeindruckend, was geleistet wurde“, vermittelte Bürgermeister Jürgen Gilg bei seinen Grußworten. Die Ersatzbeschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs war ein weiteres Highlight des abgelaufenen Jahres.
Vorsitzender Karl Wagner ließ die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres Revue passieren. Neben dem Besuch von vielen örtlichen Veranstaltungen bezeichnete er das zum zweiten mal im Feuerwehrgerätehaus durchgeführte „Oktoberfest“ als einen Höhepunkt des letzten Jahres. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Langweid hatte die Wehr wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche zu Gast und sorgte für einen kurzweiligen Nachmittag. Auch der Vereinsausflug zum Donaudurchbruch nach Weltenburg fand einen großen Zuspruch. Bei der Langweider Dorfweihnacht war die Wehr wieder mit einem eigenen Stand präsent. Aber auch im sportlichen Bereich, bei den Hobby Volleyball- und Fußballturnieren in der Gemeinde konnten die Feuerwehrler mit passablen Leistungen aufwarten. Mit 456 Vereinsmitgliedern ist der Mitgliederstand nahezu unverändert geblieben.
Mit den Worten „Was die Feuerwehr in der Gemeinde leistet, ist hervorragend“ verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Gilg den enormen ehrenamtlichen Einsatz und die gezeigte Einsatzbereitschaft. Durch die Anschaffung des neuen Mehrzweckfahrzeugs sorgt die Gemeinde dafür, dass die Langweider Feuerwehr weiterhin modern ausgestattet wird, damit auch in Zukunft die Sicherheit und der Schutz der Bevölkerung gewährleistet ist, betonte Gilg.
Kommandant Markus Kopold brachte in seinem umfangreichen Bericht die hohe Belastung der aktiven Wehrmänner, die neben den zahlreichen Vereinsaktivitäten auch einen hohen Zeitaufwand für Einsätze und Ausbildungsveranstaltungen aufzubringen hatten zum Ausdruck. „Mit 73 Einsätzen im Jahr 2009 ist das Einsatzaufkommen gegenüber dem Vorjahr etwas zurückgegangen“ umschrieb Kopold das letzte Jahr. Da sich die arbeitsintensiven Einsätze im Bereich der Unwettereinsätze im letzten Jahr in Grenzen hielten, waren vermehrt Einsätze in technischer Hilfeleistung zu verzeichnen. Auffällig war dabei, dass die eiligen Türöffnungen überdurchschnittlich zugenommen haben. Beim Brand in einer Landhandelsfirma in Meitingen war die Wehr mit nicht alltäglichen Gefahren in Form von Gas und Elektrizität konfrontiert. Aber auch mehrere Personenunfälle an der Bahnstrecke Augsburg – Donauwörth forderten die Einsatzkräfte besonders im psychischen Bereich. Insgesamt hatten die Einsätze in technischer Hilfeleistung mit einem Anteil von 64 % gegenüber den klassischen Brandeinsätzen wieder einen gewohnt hohen Stellenwert. Mit 78 Feuerwehrdienstleistenden konnte der Personalstand der aktiven Wehr durch Zugänge aus der eigenen Jugendgruppe konstant gehalten werden. Kopold berichtete auch von zahlreichen Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen. Turnusgemäß stand die Besichtigungsübung auf dem Übungsplan, wobei der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens als Szenario diente. Weiterhin besuchten zahlreiche Teilnehmer Lehrgänge an den Feuerwehrschulen, der Berufsfeuerwehr und nahmen an überörtlichen Ausbildungsveranstaltungen teil. Erstmals wurde in Eigenregie ein Sprechfunkerlehrgang durchgeführt. Auch das Thema Absturzsicherung ist seit einigen Jahren ein Thema bei der Ausbildung. 13 Feuerwehrmänner absolvierten dabei vier Übungen mit dem Gerätesatz Absturzsicherung. Daneben waren die Langweider Floriansjünger auch bei den Leistungsprüfungen nicht untätig. Neben den 20 Kameraden, welche die traditionelle Leistungsprüfung, die Gruppe im Löscheinsatz, absolvierten, waren auch weitere 13 Wehrleute bei der Leistungsprüfung in der technischen Hilfeleistung erfolgreich. Dabei ereichten jeweils 2 Teilnehmer das höchste Leistungsabzeichen der Stufe Gold/Rot.
Die Brandschutzerziehung hat seit Jahren eine hohe Priorität bei der Langweider Feuerwehr. Regelmäßige Besuche der Kinder aus den örtlichen Kindergärten und der Schule bei der Feuerwehr gehören dabei zum Programm. Die Notwendigkeit von Rauchmeldern und das richtige Verhalten im Brandfall zählen dabei zu den Schwerpunktthemen.
Auch die derzeit 20 Jungen und acht Mädchen der Jugendgruppe der Wehr absolvierten ein umfangreiches Ausbildungsprogramm und zeichneten sich durch eine rege Beteiligung an den Vereinsaktivitäten aus, meinte Jugendwart und stellvertretender Vorsitzender Markus Hörmann. Die Durchführung der Truppmannausbildung, die Teilnahme an der Jugendleistungsprüfung, die erste reguläre Leistungsprüfung und die erstmals absolvierte Jugendflamme zählten zu den Höhepunkten des Jugendjahres. Aber auch Freizeitaktivitäten wie der Besuch eines Freizeitbades und einer Go-Kart Bahn sowie zwei Altpapiersammlungen standen auf dem Programm.
Ein weiterer Schwerpunkt des Jahres 2009 war die Ersatzbeschaffung für das in die Jahre gekommenen Mehrzweckfahrzeug. Dank der Zustimmung des Gemeinderates und der sehr guten Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte das Fahrzeug innerhalb von nur neun Monaten beschafft werden. Das Fahrzeug wurde so ausgestattet, dass es neben dem Mannschaftstransport auch bei Unwettereinsätzen und größeren Schadenslagen als Einsatzleitfahrzeug genutzt werden. Der in einem markanten Design gestaltete VW-Crafter wurde bereits im Spätherbst ausgeliefert und soll mit einer feierlichen Fahrzeugweihe am 9. Mai offiziell in Dienst gestellt werden.
Als letzten Tagesordnungspunkt hatte Vorsitzender Karl Wagner die Ehre, langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Verein auszuzeichnen. Die Ehrung für 50-jährige Mitgliedschaft erhielt Johann Dollinger. Für 40-jährige Treue zum Verein wurden Albert Burghardt, Max Wurm, Edwin Grojer, Josef Scherer und Siegfried Klinke geehrt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Wilfried Kauer geehrt.