Einsatzübung im Pflegeheim Lechauenhof


 

Der vor einigen Monaten in Betrieb gegangene Lechauenhof, ein Altenpflegeheim nach dem BeneVit-Hausgemeinschaftskonzept, war das Objekt einer Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Ein Brand in einem Bewohnerzimmer mit starker Rauchentwicklung war das Übungsszenario. Langweids zweite Bürgermeisterin, Christa Marx, war vom Übungsverlauf beeindruckt. „Jeder Handgriff hat gepasst“, fasste sie zusammen.

 

 

Im neuen Pflegeheim Lechauenhof hat die Brandmeldeanlage ausgelöst. In einem Bewohnerzimmer ist es zu einem Brand gekommen. Ein Rettungsversuch durch das Pflegepersonal ist fehlgeschlagen. Der Brandrauch hat in einem Trakt des Pflegeheimes zu einer massiven Verrauchung geführt, sechs Personen sollen sich in diesem Brandabschnitt aufhalten. Das war das Szenario, mit dem die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Langweid im Rahmen einer Einsatzübung konfrontiert waren. Tatsächlich quoll auch intensiver Übungsrauch aus dem bisher nicht belegten Trakt des Pflegeheimes als die Langweider Wehr mit fünf Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn anrückte. Nachdem Kommandant Markus Kopold die Lage erkundet hatte, gab er die Einsatzbefehle an die Fahrzeugführer. Im Hinblich auf die Größe des Objekts wurden zwei Abschnitte gebildet. Stellvertretender Kommandant Stephan Kratzer bildete mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 und dem Versorgungs-Lkw den Abschnitt Nord. Der Abschnitt Süd mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 8 wurde von Gruppenführer Markus Hörmann koordiniert. Aufgrund der starken Verrauchung war der Einsatz unter schwerem Atemschutz, für die im Innenangriff tätigen Kräfte, das Gebot der Stunde. Zwei Trupps aus dem LF 16/12 betraten das Gebäude über einen Nebeneingang und arbeiteten sich zum Brandherd vor, wo sie den Brand bekämpften und zur Personenrettung übergingen. Weitere zwei Trupps aus dem LF 8 drangen über das Fluchttreppenhaus auf der Südseite in das Gebäude ein. Von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr dargestellte Bewohner des Pflegeheimes wurden über die Fluchttreppe gerettet. Parallel zu den Brandbekämpfungs- und Rettungsmaßnahmen hat das Team aus dem Versorgungs-Lkw einen Hochdrucklüfter in Position gebracht, um das Gebäude rauchfrei zu machen.

Eine besondere Aufgabe hatte die Besatzung der Drehleiter. Äußerste Präzision war erforderlich, als eine nicht gehfähige Person über ein Fenster auf der Nordseite des Gebäudes mit Hilfe der Krankentragenlagerung am Rettungskorb der Drehleiter gerettet werden musste. Am Ende waren alle sechs eingeschlossen Personen gerettet und der betroffene Gebäudeteil mit Hilfe der Hochruckbelüftung rauchfrei gemacht worden.

Sinn solcher Übungen ist, dass sich die Einsatzkräfte mit den Gegebenheiten des Objekts vertraut machen können.  Aber auch das Pflegepersonal konnte sich über den Brandschutzexperten der Langweider Wehr, Karl Faulhaber, wichtige Tipps über das Verhalten im Ernstfall aneignen. Bei der abschließenden Manöverkritik fasste Kommandant Kopold den Übungsverlauf zusammen und wies auf die objektspezifischen Besonderheiten hin. Auch die Leitung des Lechauenhofes, Frau Helma Komes und Frau Bettina Stegmüller, bedankten sich bei der Langweider Feuerwehr und betonten die Wichtigkeit solcher Übungen, um im Ernstfall die richtigen Maßnahmen treffen zu können. Langweids zweite Bürgermeisterin, Christa Marx verfolgte interessiert den Übungsverlauf. „Die Langweider Feuerwehr konnte mit einem koordinierten Übungsablauf und einer beachtlichen Mannschaftsstärke überzeugen“, fasste Christa Marx zusammen (art.).

 

                       

Kommandant Markus Kopold weißt die Rettungskräfte ein.

 

 

Ein Trupp mit schwerem Atemschutz dringt über die Fluchttreppe in das Gebäude ein.

 

 

Eine nicht gehfähige Person wird mit Hilfe der Drehleiter über ein Fenster gerettet.

 

 

Die Drehleiter im Hof des Lechauenhofes.

 

Bilder: Buchart

 

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