Leistugsprüfung 2011 "Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz"


 

Zwölf Feuerwehrmänner und drei Feuerwehrfrauen der Freiwilligen Feuerwehr Langweid absolvierten die neue Leistungsprüfung „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“. Die neu strukturierte Leistungsprüfung orientiert sich am täglichen Einsatzgeschehen der Feuerwehren, heißt es in der neuen Prüfungsrichtlinie. Eine solide Leistung bestätigte auch Kreisbrandmeister Wolfgang Baumeister der Langweider Wehr.

 

 

Umdenken hieß es bei der Prüfungsvorbereitung durch die Langweider Kommandanten Markus Kopold und Stephan Kratzer. Wurde doch der Prüfungsablauf grundlegend geändert und an praxisgerechte Anforderungen angepasst. Als Ausgangslage für die Einsatzübung wird ein Verkehrsunfall, der sich nachts ereignet hat, angenommen. Ein Schrottfahrzeug mit einer Puppe als eingeklemmten Fahrer dient als Prüfungsszenario. Mit dem Absitzen aus dem Einsatzfahrzeug beginnt die Leistungsprüfung. Nach dem Einsatzbefehl ist die Verkehrsabsicherung zu erstellen, die Einsatzstellenbeleuchtung in Betrieb zu nehmen und die Sicherung gegen Brandgefahr zu gewährleisten. Der Melder betreut die verunfallte Person und das Unfallfahrzeug ist zu sichern und zu unterbauen. Zwischenzeitlich sind auch die Rettungsschere und der Spreizer in Position gegangen und sind einsatzbereit. Das wechselweise Öffnen und Schließen von Schere und Spreizer simuliert dabei den Rettungsvorgang der eingeklemmten Person. Um die 240 Sekunden Zeitvorgabe einzuhalten, ist ein äußerst konzentrierter Prüfungsablauf erforderlich. Neu sind auch die stufenabhängigen Zusatzaufgaben. Bei der Stufe eins sind Einzelaufgaben aus der Gerätekunde gefordert. Ab der Stufe zwei sind Truppaufgaben zu bewältigen. Aufgaben wie die Handhabung der Motorkettensäge, der hydraulische Rettungssatz, die Flutlichtstrahler mit Stativ oder die stabile Seitenlage werden dabei ausgelost und sind umfassend vorzuführen und zu erläutern. Ab Stufe fünf steht auch noch das Erkennen von Gefahrgutkennzeichen auf dem Prüfungsprogramm. Den ersten Prüfungsdurchlauf meisterte eine Gruppe mit Nachwuchskräften aus der Jugendfeuerwehrwehr unter dem Kommando von dem als Gruppenführer agierenden stellvertretenden Kommandanten Stephan Kratzer in einer sportlichen Zeitvorgabe. Aber auch die zweite Gruppe, wieder mit Stephan Kratzer als Gruppenführer, zeigte mit einem routinierten Prüfungsablauf eine gekonnte Leistung. Kreisbrandmeister Wolfgang Baumeister und die Schiedsrichter Rainer Kuchenbauer und Karl-Heinz Heberle attestierten den Prüflingen eine tadellose Leistung. Auch Langweids Kommandant Markus Kopold freute sich über den reibungslosen Prüfungsverlauf und bedankte sich für den Fleiß bei den Vorbereitungsübungen.

Aus den Händen von Kreisbrandmeister Wolfgang Baumeister erhielten das Leistungsabzeichen der Stufe Bronze: Holger Pauli, Martin Schallner, Timm Burggraf, Lisa Gebauer, Fabian Greppmeier, Robert Schallner und Tanita Theis. Silber erhielten Christian Steiner, Martin Hauf, Dominik Kratzer, Ines Kosek, Florian Maiershofer und Christopher Wollmann. Gold erzielte Martin Wolff. Jürgen Brummer erhielt das Abzeichen der Stufe Gold-Grün (art.).

 

                       

Die hydraulischen Rettungsgeräte Spreizer und Schere im Einsatz.

 

 

Gruppenfoto nach der Abnahme der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“ bei der Freiwilligen Feuerwehr Langweid.

 

Bild: Buchart Johann