Jahreshauptversammlung 2017

Mit 69 Einsätzen hatte die Langweider Feuerwehr zahlenmäßig weniger Einsätze als im Vorjahr zu bewältigen. Kommandant Markus Kopold bezeichnete das abgelaufene Jahr als ein, „interessantes und untypisches Jahr“. Haben sich doch die Brandeinsätze trotz der Reduzierung der Fehlalarme bei den Brandmeldeanlagen erhöht. „Von unwetterbedingten Einsätzen sind wir 2017 verschont geblieben“, ergänzte Kopold. Auf den Nägeln brennt der Wehr weiterhin das aus allen Nähten platzende und nicht mehr zeitgemäße Feuerwehrgerätehaus. Einen Durchbruch gab es bei der Ersatzbeschaffung der Drehleiter; das Einsatzfahrzeug kann 2018 bestellt werden. Stolz ist Kommandant Kopold auf das Engagement seiner Wehr bei den Leistungsprüfungen, gab es im letzten Jahr doch eine Rekordprüfung mit 26 Teilnehmern. „Die aktive Wehr und die Vereinsseite funktionieren hervorragend. Kompliment an die kompetente Führungsmannschaft. Das Altersspektrum ist toll“, fasste Bürgermeister Jürgen Gilg bei seinem Grußwort zusammen. 25 Mitglieder konnten für langjährige Vereinsmitgliedschaften geehrt werden.

 

Vorsitzender Markus Hörmann berichtete über die vielfältigen Aktivitäten des abgelaufenen Vereinsjahres. Durch die Teilnahme an vielen örtlichen Veranstaltungen konnte die Langweider Feuerwehr mit ihrer Fahnenabordnung wieder mit großer Präsenz im Dorfgeschehen aufwarten. Erneut wurde ein Faschingswagen auf die Beine gestellt. „Bauernhof“ war diesmal das Motto des ausgeklügelten Wagens. Die wieder einmal professionell ausgerichtete Brandlöschparty erwies sich wiederum als Attraktion bei vielen jungen Gästen aus der Region. Neben dem eigenen Stand bei der Langweider Dorfweihnacht hatte die Langweider Feuerwehr im letzten Jahr auch die Verantwortung für die übergreifende Organisation der Veranstaltung übernommen. Die Teilnahme am Ferienprogramm der Gemeinde und nicht zuletzt den gelungenen Vereinsausflug nach Bamberg hob Hörmann aus den zahlreichen Terminen hervor. Mit 490 (Vorjahr 485) Vereinsmitgliedern konnte der Mitgliederstand leicht ausgebaut werden. Hörmanns besonderer Dank galt neben den zuverlässigen Helfern aus den eigenen Reihen, den Verantwortlichen der Gemeinde Langweid für die langjährige gute Zusammenarbeit. Hörmann freute sich besonders auch Pfarrer Benedikt Huber im voll besetzten FCL-Sportheim begrüßen zu dürfen. „Die gegenseitige Unterstützung zwischen der katholischen Kirche und der Langweider Feuerwehr ist wirklich bemerkenswert“, bestätigte Pfarrer Huber seine ersten Eindrücke in einem Großwort.

Kommandant Markus Kopold dokumentierte in seinem ausführlichen Bericht die hohe Belastung der aktiven Wehrmänner und -frauen. Neben den zahlreichen Vereinsaktivitäten war auch wieder hoher Zeitaufwand für Ausbildungsveranstaltungen und Einsätze erforderlich. „Das Einsatzaufkommen war mit 69 Einsätzen gegenüber den 80 Einsätzen im Vorjahr erstmals seit Jahren wieder rückläufig.“, stellte Kopold fest. Hauptgrund dafür seien der deutliche Rückgang der Alarmierungen durch die örtlichen Brandmeldeanlagen, häufig Fehlalarme, gewesen. Trotzdem blieb es bei der hohen Zahl an Brandeinsätzen, oftmals sogar Gebäudebrände. Der sonst übliche hohe Anteil der Einsätze in technischer Hilfeleistung ist dadurch auf 62 % der Gesamteinsätze zurückgegangen. Beim Brand einer Industriehalle wurde landkreisübergreifend geholfen. Aber auch die Bundesstraße 2 war wieder ein Einsatzschwerpunkt. Als äußerst positiv bewertete Kopold die Rauchmelderpflicht in privaten Wohnungen. Hierdurch konnte in einigen Fällen durch frühes Eingreifen Personen- und Sachschaden verhindert werden, betonte Kopold. Mit 83 Feuerwehrdienstleistenden, darunter zehn Frauen, konnte der Personalstand der aktiven Wehr durch einige Zugänge aus der eigenen Jugendfeuerwehr auf hohem Niveau gehalten werden. Kopold berichtete auch von 68 Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen wobei ca. 2100 Arbeitsstunden geleistet wurden. Die Atemschutzausbildung, Übungen zur Brandbekämpfung und zur Technischen Hilfeleistung, die Schulung der Maschinisten sowie mehrere Einsatzübungen bei örtlichen Betrieben und Einrichtungen zählten zu den Schwerpunkten. Die Feuerwehr Grundausbildung, in Form der modularen Truppausbildung wurde ebenfalls vorangetrieben. Acht Teilnehmer aus der Jugendfeuerwehr erreichten die Qualifikation zum Truppführer. Auch das Einsatzgebiet Absturzsicherung wurde durch mehrere Rettungsübungen aktuell gehalten. Zudem besuchten mehrere Wehrmänner Lehrgänge an den Feuerwehrschulen mit Schwerpunkt Gerätewarte- und Maschinistenausbildung. Als besonders wichtig erweist sich auch das Fahrsicherheitstraining der Maschinisten, das nunmehr auch um eine Winterfahrausbildung ergänzt wurde. Ein besonderes Highlight war zudem die Standortschulung in technischer Hilfeleistung durch die staatliche Feuerwehrschule Geretsried in Gersthofen. Elf Langweider Teilnehmer durften bei dem zweitägigen intensiven Ausbildungsprogramm in Theorie und Praxis mitmachen. Wie jedes Jahr war die Wehr auch bei den Leistungsprüfungen sehr eifrig. Neben den 26 Kameraden, die die traditionelle Leistungsprüfung, „Die Gruppe im Löscheinsatz“ absolvierten, waren auch weitere 14 Feuerwehrler bei der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ erfolgreich. Thomas Hörmann erreichte dabei die höchste Stufe in Gold/Rot. Weiterhin gut angenommen wird auch das von Fitnesscoach Dominik Kratzer ins Leben gerufene Feuerwehr-Einsatz-Training. Regelmäßig wird hier trainiert, um sich für den Feuerwehrdienst fit zu halten. Stolz war Kommandant Kopold auch auf den gelungenen Wechsel bei seinem Stellvertreter. Christian Steiner folgte hier dem bisherigen Amtsinhaber Stephan Kratzer nach. Als neuer Gerätewart konnte Maximilian Lechner gewonnen werden.

Die erforderliche Ersatzbeschaffung für die mittlerweile 25 Jahre alte Drehleiter war zudem ein zentrales Thema des letzten Jahres. Nach verschiedenen Vorführterminen und Erkundungen konnte man sich gemeinsam mit den Feuerwehren aus Monheim und Rain am Lech auf einen gemeinsamen Typ einigen. Dies zur Freude von Bürgermeister Gilg, gibt es doch durch diese Sammelbestellung höhere staatliche Zuschüsse. Die Ausschreibung kann nunmehr in Kürze erfolgen und das neue Einsatzfahrzeug sollte dann im Jahr 2019 in Dienst gestellt werden können. „Not amused“ ist Kopold über die Tatsache, dass der mit großem Aufwand vorbereitete Feuerwehrbedarfsplan bisher von der Aufsichtsbehörde nicht ausgewertet wurde. Erwartet man sich hieraus doch Impulse in der Frage einer dringend erforderlichen Neukonzeption für ein neues Feuerwehrgerätehaus.

Auch die derzeit 14 Mädchen und 24 Jungen der Jugendfeuerwehr bewältigten ein umfangreiches Ausbildungsprogramm und zeichneten sich durch eine rege Beteiligung an den Vereinsaktivitäten aus, verdeutlichte Jugendwart Thomas Hörmann. Die Umsetzung der neu geregelten und praxisnäheren modularen Truppausbildung gehörte weiter zu den Schwerpunkten des letzten Jahres. Aber auch die erfolgreich abgelegte Jugendleistungsprüfung der Bayerischen Jugendfeuerwehr, die Jugendflamme, dem Leistungstest der Deutschen Jugendfeuerwehr und die Teilnahme am Wissenstest zählten zu den Höhepunkten des Jugendjahres. Verschiedene Freizeitaktivitäten wie ein Zwei-Tages-Ausflug in den Naturpark Altmühltal sowie zwei Altpapiersammlungen rundeten das Jahresprogramm ab. Zur Verstärkung des Ausbildungsteams bei der Jugendfeuerwehr wurde Simon Strempfl zum dritten Jugendwart ernannt.

„Sie alle waren und sind jederzeit bereit zum Schutz und zur Sicherheit der Langweider Bürgerinnen und Bürger Ihre Freizeit zu opfern und Ihre Gesundheit auf‘s Spiel zu setzen. Wir können uns zu 100 Prozent auf unsere Feuerwehr verlassen“, verdeutlichte Bürgermeister Jürgen Gilg mit Blick auf die zahlreich anwesenden Mitglieder der aktiven Wehr den enormen ehrenamtlichen Einsatz und die gezeigte Einsatzbereitschaft. In der Frage der dringend erwarteten Lösung zum Thema Gerätehausneubau führte er aus: “Wir sind in Gesprächen, die Lage erweist sich aber aufgrund der angespannten Grundstückssituation als schwierig. Wir arbeiten dennoch intensiv an einem Fortgang bei der Suche noch Lösungsmöglichkeiten.“ Deutlich schneller wird es mit Blick auf den bisherigen Langweider Gemeindebus vorangehen. Dieser könne in kürze der Langweider Wehr als Transportfahrzeug zur Verfügung gestellt werden, erklärte Bürgermeister Gilg.

Vorsitzender Markus Hörmann und Bürgermeister Gilg konnten folgende Mitglieder für langjährige Treue zum Verein ehren: Wolfgang Aigner, Manfred Brugger, Gerhard Frauenholz, Christine Koutecky, Manfred Rausch, Richard Schlögl, Gerhard Schnötzinger, Friedrich Schuster, Gerald Wölfl und Karl Faulhaber für 25 Jahre Mitgliedschaft. Die Auszeichnung für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Siegfried Brand, Georg Hoffmann, Heinz Koutecky, Josef Müller, Christian Neumaier, Adolf Putz, Erich Wesselsky, Helmut Wolff, Werner Ziegler und Franz Zärle. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft können Hubert Blaschke, Ludwig Gumpp, Gert Jungbauer, Franz Schneider und Xaver Burgenlehner zurückblicken (art.).

 





Die Verantwortlichen der Langweider Feuerwehr mit den geehrten langjährigen Vereinsmitgliedern.

Von links nach rechts:

Zweiter Vorsitzender Fabian Greppmeier, Helmut Wolff, Josef Müller, Bürgermeister Jürgen Gilg, Christine Koutecky, Gert Jungbauer, Georg Hoffmann, Heinz Koutecky, Siegfried Brand, Gerhard Frauenholz, Xaver Burgenlehner, Gerald Wölfel, Franz Schneider, Ludwig Gumpp, Werner Ziegler und Vorsitzender Markus Hörmann.

 



Pfarrer Benedikt Huber bei seinen Grußworten.

 



Vorsitzender Markus Hörmann berichtet über das Vereinsjahr.

 



Kommandant Markus Kopold bei seinem Bericht.

 



Jugendwart Thomas Hörmann berichtet über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr.

 



Kassier Dominik Kratzer erläutert die Finanzen des Vereins.

 



Bürgermeister Jürgen Gilg bei seinen Grußworten.

 



Bürgermeister Jürgen Gilg, Vorsitzender Markus Hörmann und zweiter Vorsitzender Fabian Greppmeier übernehmen die Ehrungen für langjährige Vereinsmitgliedschaften.

 

 

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Fotos: Buchart Hans