24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr 2008


 

Feuerwehr pur erlebten 16 Jugendliche der Langweider Jugendfeuerwehr im Rahmen einer 24- Stunden-Übung. Schwerpunkte waren dabei vier realitätsnahe Einsatzübungen aber auch technischer Dienst und Freizeitaktivitäten standen auf dem Programm. „Es hat riesen Spaß gemacht“, waren sich alle Jungfeuerwehrler nach der ungewöhnlichen Übung einig.

 

 

16 Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahre trafen sich bereits am frühen Samstagmorgen am Langweider Feuerwehrgerätehaus. Die Spannung war groß, was sich da der stellvertretende Kommandant Stephan Kratzer wohl ausgedacht hatte. Zunächst gings undramatisch los, aber auch das Säubern der Fahrzeughalle, das Aufrollen von gereinigtem Schlauchmaterial und die Pflege von Geräten gehören zu den Tätigkeiten im Feuerwehrdienst. Anschließend ließ Kommandant Markus Kopold die 11 Jungs und 5 Mädchen zu einer Übung in Technischer Hilfeleistung zusammenkommen. An einem alten Pkw wurden alle Maßnahmen zur Personenbefreiung unter Einsatz von Spreizer und Rettungsschere geübt. Das gemeinsame Mittagessen war gerade abgeschlossen, als die Jugendwarte Markus Hörmann und Patrick Theis Sirenengeheule vom Band abspielten. „Personenrettung aus einem Schacht in Langweid-Foret“, so lautete die dazugehörige fiktive Durchsage der Einsatzleitung. Auf dem Gelände des ehemaligen Treibstoffdepots war ein Arbeiter bei Wartungsarbeiten in einer leeren Wasserzisterne verunglückt. Mit Hilfe der Drehleiter und dem Rettungssystem Rollgliss und einer daran befestigten Rettungstrage konnte eine Übungspuppe dann fachgerecht aus dem Schacht gerettet werden.

Ohne Ankündigung ging gleich nach der Kaffeepause die nächste Alarmierung ein. Ein Waldbrand im Foretwald sollte diesmal das Übungsszenario sein. Zur Verstärkung rückten auch die Jugend-Kollegen der Feuerwehr Rehling mit zwei Löschfahrzeugen an. Zur Löschwasserversorgung diente der nahegelegene Baggersee, wozu eine Entfernung von ca. 600 Metern mit zwei B-Schlauchleitungen zu überwinden war. Insgesamt brachten die Jugendlichen beider Wehren vier Tragkraftspritzen zum Einsatz. Aus einem B-Strahlrohr und den 10 C-Strahlrohren ergoss sich letztendlich eine beachtliche Wassermenge auf den angenommenen Waldbrand. Das anschließende gemeinsame Abendessen hatten sich beide Jugendfeuerwehren dann reichlich verdient. Beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch war die Zeit im Nu verflogen und die Dunkelheit war hereingebrochen. Doch die Organisatoren der Veranstaltung hatten keinen ruhigen Abend vorgesehen und lösten erneut einen Übungsalarm aus. Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und einem herausgeschleuderten Beifahrer sollte es dieses mal sein. Mit allen Fahrzeugen ging es wieder ins ehemalige Treibstoffdepot in Langweid-Foret. Die Sicherung und das Ausleuchten der Unfallstelle und die anschließende Personenrettung liefen dann gekonnt und routiniert ab. Gegen Mitternacht wurden dann die Fahrzeuge wieder im Gerätehaus geparkt. Sichtlich müde krochen die Jugendlichen dann in ihre Schlafsäcke und hofften auf eine ruhige Nacht. Doch weit gefehlt, gegen 6.00 Uhr morgens riss das schrille Pfeifen eines Funkmeldeempfängers die Jugendlichen aus ihren Träumen. „Ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Gewerbeobjekt in Langweid-Foret“, krächzte eine Stimme aus dem Lautsprecher. Pflichtbewusst stürzten sich die Jungfeuerwehrler in ihre Schutzkleidung und eilten mit Blaulicht an das Objekt. Dort angekommen, wurde sichtlich erleichtert festgestellt, dass es sich um einen Fehlalarm handelt. Zurück am Gerätehaus wurde nach einem gemeinsamen Frühstück diese ereignisreiche 24-Stunden-Übung beendet. (art.)

  

                       

Eine 24-Stunden-Übung absolvierten die Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr Langweid.

 

Bild: FF Langweid